Marlene MortlerCDU/CSU - Glyphosat
Lieber Kollege Lauterbach, Ihre Wortmeldung zeigt mir, dass Sie nicht aktuell informiert sind.
(Dr. Kirsten Tackmann [DIE LINKE]: Das ist unverschämt!)
Die Europäische Kommission hat den Mitgliedstaaten einen Entscheidungsspielraum gegeben, ob sie diese sogenannten Beistoffe bei glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln verbieten. Das hat Deutschland getan. Genauso habe ich es in meiner Wortmeldung dargestellt.
(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Dr. Karl Lauterbach [SPD]: Das habe ich doch gerade gesagt!)
Zum Thema IARC. Auch das hatte ich erklärt: Es gibt eine Prozesskette, wie man Risiken beurteilt und bewertet. Die IARC sagt in erster Linie: kann Gefahr bedeuten, also: Wurstverzehr – wahrscheinlich krebserregend. Genauso war die Aussage zu Glyphosat. Das ist wie beim Autofahren: Wenn ich Auto fahre, ist die Gefahr, dass ich verunglücke, größer, als wenn das Auto auf dem Parkplatz steht. Wenn ich einmal Schmerzmittel nehme, gibt es keine Gefahr der Abhängigkeit, wenn ich sie regelmäßig nehme, dann schon. Aber das Entscheidende ist doch: Das BfR und andere glaubhafte, seriöse Institute kommen bei ihren Bewertungen alle zu dem Ergebnis, dass es keine gesundheitlichen Schäden bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und sachgerechter Anwendung gibt. Ich wiederhole das gerne noch fünfmal, aber das ist Fakt.
(Beifall bei der CDU/CSU – Widerspruch bei der SPD)
Herzlichen Dank, Frau Mortler. – Als weiterem Redner gebe ich dem Kollegen Ebner das Wort zu einer Kurzintervention.
Quelle | Deutscher Bundestag, Nutzungsbedingungen |
Quellenangabe | Deutscher Bundestag via Open Parliament TV |
Abgerufen von | http://dbtg.tv/fvid/7181141 |
Wahlperiode | 19 |
Sitzung | 4 |
Tagesordnungspunkt | Glyphosat |