15.03.2024 | Deutscher Bundestag / 20. WP / Sitzung 158 / Tagesordnungspunkt 22

Nicole BauerFDP - Internationaler Frauentag

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Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am 8. März haben wir den Weltfrauentag gefeiert – ein Tag, der dazu aufruft, die unglaubliche Stärke, die historischen Errungenschaften und den unermüdlichen Einsatz der Frauen zu würdigen. Ob Mutter, Großmutter, Fachkraft, Ärztin oder Geschäftsführerin – Frauen sind Alltagsheldinnen und Vorbilder.

(Beifall bei der FDP, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Es ist wichtig, sie zu stärken und ihnen alle Chancen zu ermöglichen. Das hat gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Vorteile. Frauen sind Inspirationsquellen für neue unternehmerische Initiativen und treibende Kräfte für wirtschaftliche Fortschritte. Frauen, meine Damen und Herren, Frauen sind die Architektinnen des Wandels.

(Beifall bei der FDP, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Und auch mit ihrem Mut zur Selbstständigkeit prägen sie den Markt und setzen neue Impulse. Sie schaffen Arbeitsplätze, bringen Perspektiven und beleben die Wirtschaft. Frauen bringen neben ihrem Wissen und Können auch eine besondere Sensibilität und Empathie in Führungsrollen ein. Sie setzen auf Kooperation statt Konfrontation, auf Ermächtigung statt auf Unterdrückung. Diese Art der Führung fördert ein positives Arbeitsumfeld, schafft Innovation und Kreativität, meine Damen und Herren.

Und all das, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, klingt doch eigentlich wunderbar. Aber woran liegt es denn, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer? Woran liegt es denn, dass Frauen weniger in den hohen Führungspositionen in großen Unternehmen vertreten sind?

Die Nobelpreisträgerin Claudia Goldin beschrieb den Hintergrund dieser Kluft ganz klar: Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen im gleichen Beruf entstehen mit der Geburt des ersten Kindes. – Und über alles, was nach der Geburt folgt, wissen wir: Den Großteil der unbezahlten Carearbeit übernehmen die Frauen in unserem Land. Genau deshalb setzen wir als FDP darauf, eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Kinderbetreuung flächendeckend auszubauen, zeitgemäße Arbeitsmodelle auf den Weg zu bringen: flexible Arbeitszeiten und Top- und Jobsharing zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

(Beifall bei der FDP, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

sowie eine fairere Verteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit.

Da möchte ich noch ein ganz besonderes Herzensanliegen meinerseits erwähnen: den Mutterschutz für Selbstständige.

(Beifall bei der FDP, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Es darf und kann nicht sein, dass Frauen von der Selbstständigkeit ferngehalten werden, weil sie keinen Mutterschutz bekommen.

All das, was ich Ihnen jetzt genannt habe, sind doch Entlastungen in der Rushhour des Lebens unserer Frauen. Deshalb möchte ich Ihnen ganz klar zurufen: Nicht das Geschlecht ist entscheidend für den Erfolg, sondern das Talent und die Leidenschaft. Wir wollen Freiheit, gleiche Chancen und Möglichkeiten schaffen, damit Frauen ihr volles Potenzial verwirklichen können, in allen Lebenslagen.

Ich werde nicht müde, an jeder Stelle erneut zu sagen: Frauenpolitik ist echte Wirtschaftspolitik.

(Beifall bei der FDP, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Als Nächste hat das Wort für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Ricarda Lang.

(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der FDP)


Daten
Quelle Deutscher Bundestag, Nutzungsbedingungen
Quellenangabe Deutscher Bundestag via Open Parliament TV
Abgerufen von http://dbtg.tv/fvid/7608693
Wahlperiode 20
Sitzung 158
Tagesordnungspunkt Internationaler Frauentag
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