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05.11.2025
Ottilie Klein CDU/CSU
Reform des Deutschen Verlagspreises
Wieder eine neue Ausgabe des kruden Kultur- und Gesellschaftsbildes der AfD.
(Dr. Götz Frömming [AfD]: Um uns geht es gar nicht!)
Nicht genug, dass die AfD bei der Debatte zu 35 Jahren deutscher Einheit offen unser freiheitlich-demokratisches Deutschland mit der SED-Diktatur gleichgesetzt hat.
Wie wir es von der AfD nicht anders kennen, werden auch diesmal wieder fragwürdige Einzel- und Randaspekte herausgegriffen, um das Gesamtbild zu verzerren.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der CDU/CSU – Ronald Gläser [AfD]: Tolle Vielfalt! – Dr. Götz Frömming [AfD]: Ist doch Einfalt!)
(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der Linken – Dr. Götz Frömming [AfD]: Gewaltverherrlichung ist keine Kunstfreiheit, Frau Kollegin!)
Und selbst wenn wir uns einmal auf das Gezeter der AfD einlassen, bleibt von der Kritik nur wenig übrig; denn schon jetzt schließen die Teilnahmebedingungen alle Verlage aus, die Bücher – ich zitiere – „mit jugendgefährdenden, gewaltverherrlichenden, verfassungsfeindlichen oder strafbaren Inhalten“ herausbringen.
(Beifall des Abg. Holger Mann [SPD] – Ronald Gläser [AfD]: Das ist da alles drin! – Gegenruf des Abg. Holger Mann [SPD]: Quatsch! – Dr. Götz Frömming [AfD]: Dann hätten sie doch nicht ausgezeichnet werden dürfen!)
Das sorgt dafür, dass nicht nur linksextreme Verlage von dem Preis ausgeschlossen werden, sondern im Zweifelsfall eben auch AfD-nahe Verlage.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, als CDU/CSU lassen wir nicht zu, dass die AfD den Deutschen Verlagspreis in Misskredit bringt.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD – Sven Wendorf [AfD]: Doch! Genau dafür sorgen Sie!)