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23.04.2021
Wiebke Esdar SPD
Familienpolitik
Ich muss mich bei einer Vorrede in der Form von der AfD immer schütteln.
Wenn man ehrlich ist, muss man sagen: Mit ihrem Antrag zum Familiensplitting und so, wie er eingebracht wurde, nimmt uns die AfD eigentlich mit auf Zeitreise.
Dass wir uns aber im Jahr 2021 befinden und das Bild der Frau hinterm Herd nicht mehr das aktuelle Bild in der Gesellschaft ist, hat die AfD entweder verpasst oder sie wünscht es sich anders.
Die AfD hingegen – das sehen wir in den Reden, das finden wir auf der Homepage, das sehen wir in diesen Anträgen – zeigt wieder einmal, dass sie ausgrenzende, diskriminierende und frauenfeindliche Politik machen will mit ebendiesem längst überholten Familienbild.
(Martin Reichardt [AfD]: Unsinn! Ist doch alles Quatsch!)
(Dr. Götz Frömming [AfD]: Wer sagt denn das? Niemand! – Martin Reichardt [AfD]: Können Sie mal etwas anderes wiederholen als Ihre Phrasen?)
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Martin Reichardt [AfD]: Meine Frau arbeitet auch!)
Beim altmodischen Familienbild der AfD und auch beim Familiensplitting, wie Sie es vorschlagen, fehlt die partnerschaftliche Arbeitsteilung auf ganzer Linie.
(Zuruf der Abg. Beatrix von Storch [AfD])
(Dr. Götz Frömming [AfD]: Der SPD sind die Familien egal!)
(Dr. Götz Frömming [AfD]: Haben wir auch!)
Darum müssen wir überhaupt nicht bangen, dass dieser Schwachsinn, der von der AfD kommt, irgendwann umgesetzt wird.