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10:36
01.10.2010
Heinrich Leonhard Kolb FDP

Rente ab 67
Herr Juratovic, wir müssen heute noch einmal feststellen: Die Rente mit 67 ist von einem SPD-Minister umgesetzt worden, von Franz Müntefering, der dem Vernehmen nach damals unter durchaus dramatischen Umständen die Kanzlerin zur Seite genommen hat und ihr vermutlich gesagt hat: Hören Sie, das ist eine unabweisbare Notwendigkeit. - Er hat dann konsequenterweise die Rente mit 67 ins Gesetz gebracht. Herr Kollege Juratovic, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPD, ich frage mich aber schon: Welche Erwartungen hatten Sie eigentlich damals im Jahr 2007, als Sie die Rente mit 67 eingeführt haben? Dann haben Sie die Rente mit 67 als einen "unerwarteten Tabubruch" bezeichnet und gesagt: Die Menschen ahnen - Herr Minister, ich sage: zu Recht -, dass die Reform der Rente aufgrund mangelnder begleitender Arbeitsmarktreformen für die allermeisten Versicherten auf eine verkappte Rentenkürzung hinauslaufen wird Kollege Weiß hat mir eben keine befriedigende Antwort auf meine Frage gegeben, was es bedeutet, "dass im Jahr 1999 29,6 Prozent derjenigen, die neu in Rente gegangen sind, aus versicherungspflichtiger Beschäftigung kamen und es dann mit mehr oder weniger kontinuierlichem Absinken im Jahr 2008 nur noch 17,8 Prozent waren". Ich möchte Sie fragen, ob Sie Ihre kritische Haltung zur Rente erst mit 67 aus dem Jahr 2006 weiter aufrechterhalten? Wir haben immer gesagt: Die Rente mit 67 ist eine Herausforderung; es kommt auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt an, sie ist entscheidend. kommt es deshalb nicht zwingend dazu - man muss das immer zusammen betrachten: gesetzliche Rente plus Altersvorsorge aus anderen Quellen -, dass sich die Situation des Gesamtalterseinkommens verschärft.
06:56
16.04.2021
Peter Weiß CDU/CSU

Gesetzliche Rentenversicherung